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Monatsinterview April: Jacques Bourgeois

Jacques Bourgeois (c) Jacques Bourgeois Jacques Bourgeois, geboren 1958, ist seit 2002 Direktor des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV). Im Jahr 2007 wurde der gelernte Landwirt und HTL-Agronom in den Nationalrat gewählt und ist dort Präsident der Umwelt-, Raum- und Energie-Kommission (UREK). Davor war Jacques Bourgeois 13 Jahre lang für den Schweizerischen Gemüseverband tätig - 7 Jahre als dessen Direktor. Er spricht im Interview mit Christian Dueblin über die Entwicklungen in der Schweizer Landwirtschaft, erklärt, wo Bauern schwerwiegende Probleme haben und macht aus Sicht des SBV auf mögliche Auswirkungen der diskutierten Agrarabkommen mit der EU und der WTO-Verhandlungen (insbesondere der Doha-Runde) auf die Schweizer Landwirtschaft aufmerksam.

Christian Dueblin: Der Bauernstand ist in den letzten Jahren immer mehr unter Druck geraten. In nur 15 Jahren sank die Anzahl Bauernhöfe von rund 100'000 auf rund 60'000. Worauf ist diese Entwicklung zurück zu führen?

Jacques Bourgeois: Seit der Trennung der Einkommens- und Preispolitik und dem Übergang zum Direktzahlungssystem in den Neunzigerjahren hat sich in der Landwirtschaft viel verändert und die Bauern mussten grosse Herausforderungen bewältigen. Trotzdem folgt die EU seit einiger Zeit dem Schweizer Landwirtschaftsmodell, weil es offensichtlich als gut und nachhaltig betrachtet wird. Darauf können wir zu Recht stolz sein. Es zeigt, dass wir es richtig machen oder zumindest auf gutem Weg sind. In der Schweiz verschwinden aber pro Tag rund 6 bis 8 Landwirtschaftsbetriebe. Diese Strukturentwicklung entspricht zwar dem Durchschnitt der EU. Sie bereitet uns aber grosse Sorgen. Das grundsätzlichste Problem ist das Einkommen der Bauern, das ständig sinkt.

Im Rahmen der Direktzahlungen wird der Bauer nur dann finanziell vom Staat unterstützt, wenn er sich beispielsweise ökologisch verhält oder sich für eine tierfreundliche Haltung entscheidet.

Das ist richtig. Im Grunde geht es um die Frage der Nachhaltigkeit. Die Ökologie, das soziale Element, aber auch die dezentrale Besiedlung sollen durch die Direktzahlungen gestärkt werden. Besonders im Ökologie-Bereich konnte in den letzten Jahren mit dem Direktzahlungssystem sehr viel bewirkt werden. Es wird wesentlich weniger Dünger und auch weniger Pflanzenschutzmittel verwendet als vorher.

Wir stehen für die Direktzahlungen ein, die wir als ein gutes Instrument betrachten. Wir stellen aber fest, dass die Bauern für ihre Produktion immer weniger bekommen und die Kunden gleichzeitig nicht günstiger einkaufen können. Das Einkommen der Landwirte ist zwischenzeitlich 40% tiefer als das Einkommen in vergleichbaren Wirtschaftsbranchen. Das führt bei den Bauern zu einem enormen Druck, dem wir als Verband entgegenwirken müssen.

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben Artikel 104 der Schweizerischen Bundesverfassung (BV) angenommen. Dieser betrifft nicht allein die Nahrungsmittelproduktion. Der Verfassungsauftrag übergibt der Landwirtschaft auch Verantwortung in Bezug auf die Pflege unserer vielfältigen Kulturlandschaft oder für die Belebung des ländlichen Raums. Die meisten Menschen sind sich wenig bewusst wie eng Tourismus und Landwirtschaft zusammenhängen. Der Wert unserer hauptsächlich von den Bauern gepflegten Landschaft beträgt in der Schweiz gemäss Aussagen des Seco-Direktors, Jean-Daniel Gerber, rund 70 Mia. Franken. Die Bauern wollen aber auch produzieren und nicht nur die „Jardiniers du paysage“ sein, wie wir zu sagen pflegen. Die Schweiz importiert ca. 42% ihres Nahrungsmittelbedarfs aus anderen Ländern. Die Selbstversorgungsrate der Schweiz liegt nur bei rund 58%. Diesen Prozentsatz wollen wir in Zukunft auf alle Fälle beibehalten.

Die Bauernhofbetriebe werden heute von den meisten Bauern als KMU betrachtet und wie solche geführt. Was sind die wesentlichen Herausforderungen bei der Ausbildung und Weiterbildung der Schweizer Bauern?

Die Fragen des „Marktes“ haben eine zentrale Stellung in der Ausbildung eingenommen. Der Bauer kann nicht mehr einfach produzieren und damit rechnen, dass ihm seine Produkte abgenommen werden. Der Staat hat sich diesbezüglich weitgehend zurückgezogen und der Bauer muss selber entscheiden, was er produziert und wo er seine Produkte verkaufen will. Die Milch-Kontingentierung ist in der Schweiz aufgehoben worden. In der EU ist das im Übrigen noch nicht der Fall. Der Betrieb wird heute, wie Sie richtig sagen, als ein KMU betrachtet, das wirtschaftlich geführt werden und Absatzmärkte für seine Produkte finden muss. Das nötige Wissen, um ein solches KMU führen zu können, wird in den landwirtschaftlichen Schulen, aber auch auf dem Weg zum Meister-Diplom vermittelt. Es werden zudem viele Führungs- und Managementkurse für Bauern angeboten. Wir können mit unseren kleinen Strukturen nur auf Qualität setzen und damit die Wertschöpfung erhöhen. Es ist für uns unmöglich, mit der Masse Wert zu schöpfen. Das sind ganz wichtige Markt-Erkenntnisse der letzten Jahre.

Ich denke, vielen Menschen sind die Schwierigkeiten der Bauern nicht vollends bewusst. Zahlreiche Bauern müssen mehrere Einnahmequellen finden, um überleben zu können. Auf dem Hof gibt es deswegen aber nicht weniger zu tun. Was beobachtet der Schweizerische Bauernverband diesbezüglich?

Rund 30% der noch 60'000 bestehenden Betriebe sind Nebenerwerbsbetriebe. Die meisten davon befinden sich in Berg- und Hügellandschaften. Die Bauern können aufgrund der ständig sinkenden Preise mit der Landwirtschaft kein genügendes Einkommen mehr generieren und müssen deshalb noch andere Jobs annehmen. Viele gehen in die Industrie, andere suchen Möglichkeiten im Tourismus oder arbeiten nebenbei für die Gemeinde, den Kanton oder die Eidgenossenschaft. Diese Landwirte haben, wie Sie sagen, nicht weniger zu tun als früher. Sie verdienen aber deutlich weniger als ihre Vorväter. Sie melken am Morgen, gehen dann einer anderen Arbeit nach und am Abend kommen sie nach Hause und machen den Stall. Das würden viele Menschen in unserer Gesellschaft nicht auf sich nehmen wollen. Deshalb versucht der Verband, die Gesellschaft zu sensibilisieren und diese Problematik aufzuzeigen.

Es gibt auch andere Menschen, die einen zweiten Job brauchen, um überleben zu können. Bei nicht wenigen davon handelt es sich um working poor. Gibt es solche auch unter den Bauern?

Es gibt in der Schweiz working poor – zweifelsohne auch unter den Bauern. Viele Menschen, die irgendwo arbeiten, können mit ihrem Lohn keine Familie mehr ernähren und müssen neben ihrer Haupttätigkeit noch einer Nebenbeschäftigung nachgehen. Das ist mit Stress verbunden, was sich auf die Gesundheit, die Familienstruktur oder die generelle Zufriedenheit auswirken kann. Wir müssen den Bauern, die solche Strapazen auf sich nehmen sehr dankbar sein. Skifahren, um nur ein Beispiel zu nennen, ein Sport, dem viele Menschen gerne nachgehen, wäre in weiten Teilen der Schneeregionen ohne eine funktionierende Landwirtschaft nicht möglich.

Der Freihandel ist wohl genauso wie das Internet nicht zu bremsen. Wo sehen Sie als Direktor des Bauernverbandes in diesem Zusammenhang die Gefahren für den Bauernstand in der Schweiz?

An der Doha-Runde bearbeiten die Wirtschafts- und Handelsminister der WTO-Mitgliedstaaten ein Paket von verschiedenen Aufträgen, wobei die Probleme der Entwicklungsländer berücksichtigt werden sollen. Im Agrarsektor fordern die Entwicklungsländer einen besseren Marktzugang für ihre Produkte in den Industrieländern durch den Abbau von Importquoten und Zöllen sowie die Reduzierung der Subventionen im Agrarsektor der Industriestaaten. In vielen Entwicklungsländern hungern grosse Teile der Bevölkerung. Noch wichtiger ist deshalb, dass sie ihren Selbstversorgungsgrad erhöhen können. Zu einem Verhandlungsabschluss kam es aber aufgrund unterschiedlicher Ansichten der WTO-Mitglieder bisher nicht.

Es ist wichtig, dass die Exportsubventionen abgeschafft werden. Sie sind allerdings in der Schweiz grösstenteils schon abgeschafft worden. Diese Subventionen verfälschen ganz klar den Wettbewerb, deshalb unterstützt der Bauernverband diesen Schritt. Es wird lediglich mit dem „Schoggi-Gesetz“ in der Schweiz zu Problemen kommen. Damit wird beim Export von verarbeiteten Produkten wie beispielsweise Schokolade, Biskuits und Pasta das Handicap der höheren Rohstoffpreise ausgeglichen. Ziel ist es, dass die inländische Produktion inländische Rohstoffe einkauft und trotzdem auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig ist. Was uns jedoch Bauchschmerzen bereitet, ist der Abbau des Grenzschutzes beim Import und der diesbezüglich viel zu schnelle Kurs des Bundesrates. Wir haben 3300 Betriebe analysiert und Berechnungen angestellt. Das Einkommen der Bauern würde bei einem kompletten Fall des Grenzschutzes gemäss diesen Berechnungen drastisch sinken. Das wäre der Todesstoss für die Schweizer Landwirtschaft. Die Importzölle müssen deshalb umfassend diskutiert werden.

Mit diesem Wunsch, scheint es aber, stehen die Bauern zurzeit alleine da. Die Industrie hat kein Interesse daran, am Grenzschutz festzuhalten und nicht selten hört man Stimmen, die sagen, die Bauern müssten sich, wie alle anderen, endlich dem freien Handel stellen.

Das Problem besteht nicht nur für die Bauern in der Schweiz, sondern auch für diejenigen in der EU, in Japan und sogar für jene in Kanada. Auch dort will man eine inländische Landwirtschaft aufrecht erhalten. Die grundsätzliche Frage ist, ob die Schweiz noch eine Landwirtschaft will, die sie versorgen kann und bei allen Entscheiden muss die Multifunktionalität der Landwirtschaft im Auge behalten werden. Natürlich kann man alles im Ausland produzieren lassen. Die Landwirtschaft und die
Werbekampagne des Schweizerischen Bauernverbandes: Michael Schumacher. Mit freundlicher Genehmigung des Schweizerischen Bauernverbandes. Landschaft lassen sich aber nicht einfach wie Unternehmen und Produktionsstätten in der Industrie ins Ausland umlagern. Die Frage der Ernährungssouveränität der Schweiz muss gestellt und diskutiert werden. Es geht um das Recht jedes Landes, eine eigene Agrarpolitik zu haben, die sich nach den Bedürfnissen der Gesellschaft entwickeln können muss. Genannter Artikel 104 BV beinhaltet einen klaren Auftrag: Es geht dabei um die sichere Versorgung der Bevölkerung, die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, die Pflege der Kulturlandschaft sowie die dezentralen Besiedlung des Landes. Darauf müssen wir bei Verhandlungen mit internationalen Organisationen und anderen Ländern Rücksicht nehmen. Wir wollen, dass diese Themen mit der nötigen Nachhaltigkeit und Weitsicht angegangen werden. Unseres Erachtens muss ein Teil unserer Versorgung durch eine inländische Produktion gedeckt werden können. Nicht alle Probleme der Bauern haben aber mit dem Ausland zu tun. Es stellt sich beispielsweise auch die Frage, wie mit der Revision des Raumplanungsgesetzes umzugehen ist. In der Schweiz gehen pro Sekunde 1,3 m2 Kulturland verloren, was auf eine rege Bebauung unseres Landes zurückzuführen ist. Das entspricht ungefähr 9 Fussballfeldern am Tag. Zudem steigt die Waldfläche stetig an. Sie wächst in der Schweiz um 1400 ha pro Jahr. Das entspricht der Fläche des Sempachersees. Das Waldgesetz schützt den Wald. Ist er einmal da, kann man ihn nicht mehr roden. Das ist ein Thema, das uns zurzeit in der Kommission der UREK beschäftigt, die ich als Nationalrat präsidiere. Der Bauernverband möchte, dass der Wald auf dem heutigen Stand gehalten werden muss und die Nutzfläche für die Landwirtschaft nicht stetig weiter sinkt.

Hansueli Loosli, Chef von Coop, hat im Interview mit Xecutives.net erklärt, wie Bio-Produkte in der Schweiz anfänglich eher abschätzig betrachtet worden sind, jetzt aber doch grossen Erfolg haben. Wie Sie gesagt haben, können wir mit der Masse, die wir in der Landwirtschaft produzieren können, auf dem weltweiten Markt nicht mithalten. Aber wären nicht vielleicht Bio-Produkte aus der Schweiz eine der vielen Möglichkeiten mit Potential?

Das ist richtig. Wir können mit unseren kleinen Strukturen in der Landwirtschaft eine vernünftige Wertschöpfung nur durch Qualität erreichen und der Bio-Markt ist ein Qualitätsmarkt. Was Bio-Produkte anbelangt, ist tatsächlich sehr viel passiert und die Bauern haben diesbezüglich viel gelernt. Die Schweizer Bauern halten auf dem Bio-Markt einen Marktanteil von gut 10%. Vielleicht liegt da noch mehr Potential. Die Bio-Betriebe mit Knospe und die Mitglieder von Bio Schweiz müssen allerdings ihre ganze Produktion vollständig umstellen, wenn sie auf dem Bio-Markt mitmachen wollen. Es ist im Gegensatz etwa zu Deutschland nicht möglich, nur teilweise auf Bio umzustellen. Das ist für die Bauern in der Schweiz ein grosser Nachteil. Für sie heisst es: „entweder oder“ und das Umstellen eines ganzen Betriebes ist mit erheblichen Risiken verbunden.

Was sind die möglichen Zukunftsszenarien für die Landwirtschaft und was erhoffen Sie und die Bauern sich?

Im Jahr 2050 werden wir weltweit 3 Mia. Menschen mehr ernähren müssen. Die Drittweltländer müssen dabei unterstützt werden, ihre einheimische Produktion auf die Reihe zu bekommen. Die Selbstversorgungsraten der Drittweltländer, die oft erschreckend tief sind, müssen massiv gesteigert werden. Es hat sich gezeigt, dass durch die zunehmende Liberalisierung des Welthandels im
Werbekampagne des Schweizerischen Bauernverbandes: Michelle Hunziker. Mit freundlicher Genehmigung des Schweizerischen Bauernverbandes. Agrarbereich die Probleme der Hungernden nicht gelöst und die Milleniumsziele nicht erreicht werden. Die Umstände haben sich seit Beginn der Doha-Runde im Jahr 2001 nicht nur in der Schweiz vollständig verändert. Die Diskussionen der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) über die wachsende Weltbevölkerung – es gibt eine Milliarde Menschen, die an Hunger leidet - und der fortschreitende Klimawandel müssen bei den derzeitigen politischen Diskussionen stärker berücksichtigt werden. Auch die Finanzkrise hat zu grossen Veränderungen auf der Welt geführt und wird sich noch länger auswirken. All diese Umstände verändern die Diskussionsgrundlagen für die seit vielen Jahren andauernde Doha-Runde. Ich weiss deshalb nicht, ob es zu einem guten und nachhaltigen Abschluss dieser Runde kommen kann. In Bezug auf die Verhandlungen für ein Freihandelshabkommen mit der EU erachte ich zudem das Tempo des Bundesrates als sehr problematisch. Wir müssen vom Gas runtergehen. Die Bauern können nicht alles, was ihnen derzeit abverlangt wird, ohne starke Begleitmassnahmen umsetzen. Grundsätzlich wird es bei einem Freihandelsabkommen mit der EU zu einem vollständigen Abbau aller Zölle für landwirtschaftliche Rohstoffe und Lebensmittel zwischen der Schweiz und der EU kommen. Damit werden auch unsere Preise auf das EU-Niveau fallen.

Wir brauchen Rahmenbedingen und sind nicht grundsätzlich gegen Verhandlungen mit anderen Ländern und internationalen Organisationen. Wir sind auch nicht gegen die WTO. Es braucht Spielregeln, sonst kommt es zu Zuständen wie in der Finanzbranche. Diese Rahmenbedingungen müssen aber von unseren Bauern gemeistert werden können. Wir haben den Eindruck, dass viele Menschen in der Politik und in internationalen Organisationen zuwenig Kontakt zu den Bauern haben. Ich würde sie als „Hors sol“ bezeichnen. Es fehlt der Bodenkontakt. Das gilt eigentlich für die Bevölkerung schlechthin. Es ist uns deshalb seit vielen Jahren ein grosses Anliegen, die Bevölkerung zu sensibilisieren. Wir haben schon einiges erreichen können, das reicht aber offensichtlich noch nicht aus.

Welcher Bauer wird in Zukunft überleben können und was muss er dafür tun?

Es gibt meines Erachtens kein allgemeingültiges Rezept. Jeder Unternehmer muss sich über die Produktionsausrichtung Gedanken machen und sich überlegen, wie er die grösste Wertschöpfung erreichen kann.

Immer mehr Bauern werden krank und leiden auch am Burnout-Syndrom, eine Krankheit, die man sonst mehr mit anderen Berufsgattungen in Zusammenhang bringt. Was können diese Bauern tun? Wer hilft ihnen?

Auch das ist ein Problem, das in der Bevölkerung nicht oder zuwenig wahrgenommen wird. Der Druck, der zurzeit auf vielen Bauern lastet, nicht nur in der Schweiz, ist enorm. Wir vom SBV bieten professionelle Beratungen an, welche die Bauern in Anspruch nehmen können. Es ist wichtig, dass man sich frühzeitig Hilfe holt und nicht wartet bis die Situation eskaliert. Es gibt zudem seit 1997 auch ein bäuerliches Sorgentelefon.

Was wünschen Sie sich für sich und die Bauern in der Schweiz?

Ich wünsche mir, dass die Schweizer Bauern ein Einkommen erreichen, mit dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können und das ihnen Perspektiven gibt. Dafür brauchen wir stabile Rahmenbedingungen. Die Bauern leben seit vielen Jahren auf einer offenen Baustelle. Ich hoffe auch, dass in Zukunft bei politischen Entscheiden gebührend auf die Bauern und ihre Anliegen Rücksicht genommen wird. Ebenso hoffe ich, dass die Bevölkerung die Bedeutung der Landwirtschaft wahrnimmt. Hinter jeder schönen Landschaft steckt ein Bauer. Wenn die Bevölkerung das erst feststellt, wenn keine funktionierende Landwirtschaft mehr vorhanden ist, ist es zu spät.

Sehr geehrter Herr Bourgeois, ich bedanke mich herzlich für dieses Gespräch und wünsche Ihnen, dem Verband und den landwirtschaftlichen Betrieben in der Schweiz alles Gute und viel Erfolg!


 

(C) 2010 by Christian Düblin. Alle Rechte vorbehalten. Anderweitige Publikationen sind nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors gestattet.

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Links
- Homepage des Schweizerischen Bauernverbandes
- Homepage von Jacques Bourgeois


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