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Monatsinterview Dezember: Dr. rer. pol. Michael Kogon

Dr. rer. pol. Michael KogonDr. rer. pol. Michael Kogon wurde 1928 in Wien geboren. Nach dem Studium der Nationalökonomie nahm er eine Stelle als Fachübersetzer bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel an. Von 1976 bis zu seiner Pensionierung 1990 war er der Medienbeauftragte dieser internationalen Institution. Sein Vater Eugen Kogon war der Verfasser des Standardwerkes über das System der national-sozialistischen Konzentrationslager „Der SS-Staat“. Im März 1938 wurde Eugen Kogon bei dem Versuch verhaftet, vor den in Österreich einmarschierenden Deutschen in die nahe Tschechoslowakei zu fliehen. Die nächsten sieben Jahre bis zur Kriegsniederlage Deutschlands verbrachte er in Wiener Gestapo-Haft und im Konzentrationslager Buchenwald. Nach 1945 wurde er eine der bedeutendsten Orientierungsfiguren im moralischen Wiederaufbau Deutschlands. Michael Kogon legt mit seinem Buch „Lieber Vati. Wie ist das Wetter bei Dir?” Erinnerungen an meinen Vater Eugen Kogon. Briefe aus dem KZ ein überaus interessantes Werk vor, das berührt und eine für viele Menschen unbekannte Welt darstellt. Er beschreibt an Hand von Dokumenten, Briefen, mündlich übertragenem Wissen und Geheimbotschaften des Vaters aus der Gefangenschaft sein Leben zusammen mit seinen Geschwistern und seiner Mutter in Wien und im Kloster. Das Buch lässt den Leser am Leben einer Mutter teilhaben, die, nach der Inhaftierung des Ehemannes auf sich allein gestellt, versucht, die Familie zusammenzuhalten. Das Buch vermittelt tiefe Einblicke in den Alltag einer von Krieg und Nazi-Diktatur geprägten Gesellschaft. Michael Kogon war eng mit dem französischen Résistance-Kämpfer, Diplomaten und Autor Stéphane Hessel verbunden, der im KZ Buchenwald von Eugen Kogon vor der Hinrichtung gerettet worden war und dessen weltweit verbreitete Streitschrift  „Indignez-vous!“ er 2009 ins Deutsche übertrug („Empört Euch“). Im Interview mit Christian Dueblin spricht Michael Kogon über seine familiären Hintergründe, beleuchtet die schwierige Zeit während des Krieges und zeigt auf, wie junge Menschen im Krieg heranwuchsen. Er beschreibt, wie sein Vater das KZ überlebte, was ihn am Leben hielt und welche familiären und gesellschaftlichen Visionen ihn trieben. Die siebenjährige Abwesenheit des Ehemannes und Vaters hatte aber nachhaltige Auswirkungen auf das Leben der wiedervereinigten Familie. Die entstandene Entfremdung liess sich nicht mehr ganz überbrücken. Auch beschreibt Michael Kogon die Schweiz, die in seinen Augen auf der Welt einen besonderen Platz einnimmt und in der eine Diktatur nicht möglich sei.
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